in dar es salam war es eigentlich von anfang an angenehm. vorher mussten wir durch mbeya, wo wir abends ankamen und von lauter leuten bestuermt wurden, zwei haben sich sogar darum gepruegelt, wer uns zu einem hotel bringen darf, sehr anstrengend. wir haben am ende eine absteige gefunden, die zwar billig war, aber unser zimmer lag direkt an der tuer. das ist nicht gut, weil staendig jemand kommt und rein will und deshalb so laut klopfen muss, dass der einlasser, der im zimmer hinter uns schlaeft, wach wird. und ist er dann schon mal wach, wird vor unserer zimmertuer gequatscht. um 3 uhr 15 wawren wir noch wach, um 4 mussten wir wieder aufstehen, um den naechsten bus zu arangieren. die busfahrt war nett, wir kaufen obst durchs fenster und durchqueren einen nationalpark. da gibts elefanten und giraffen und zebras zu sehen.
na wie gesagt, dar selber ist nett. honza, hankas freund ist am selben tag angekommen, so dass wir jetzt zu dritt weiterreisen.
gestern waren wir dann bei tom zu besuch. er wohnt mit einheimischen und seine brueder sind super nett. er und ich haben auf dem dach im zelt geschlafen, weil es im zimmer ewas eng gewesen waere. am tage haben wir die leckere, klebrige, riesige finessafrucht gegessen, die wie bananenapfel schmeckt. dann sind wir familienmitglieder am strand besuchen gefahren und haben im warmen ozean gebadet, bis es uns zu warm war und wir wieder an land mussten. es folgte ein fussballspiel mit vielen verletzten (nur schrammen) und zum abend durften wir noch den film sehen, den tom hier gemacht hat. prima.
ab heute erkunden wir ein paar tage lang sansibar.
Montag, 3. Dezember 2007
Samstag, 1. Dezember 2007
malawi und weiter
so , nun funktioniert der blog wieder.
also wir sind inzwischen durch malawi durch. wir hatten ja nur ein paar tage aufenthalt in nkotha bay. der malawisee ist wie eine ostsee, nur nicht salzig. macht die selben geraeusche und wellen, hat aber krabben und ist waermer. und viel klarer:-)
in malawi sind die leute sehr relaxt, alles ist noch ein bisschen gemuetlicher und langsamer und freundlicher.
spaeter mehr
also wir sind inzwischen durch malawi durch. wir hatten ja nur ein paar tage aufenthalt in nkotha bay. der malawisee ist wie eine ostsee, nur nicht salzig. macht die selben geraeusche und wellen, hat aber krabben und ist waermer. und viel klarer:-)
in malawi sind die leute sehr relaxt, alles ist noch ein bisschen gemuetlicher und langsamer und freundlicher.
spaeter mehr
Freitag, 16. November 2007
piep
hallo ihr lieben, es ist ja hoechste zeit, dass ich mich mal wieder melde.
ich weiss gar nicht, ob in der zwischenzeit was passiert ist. zu den schimpansen haben wir es seinerzeit nicht mehr geschafft, weil der taxifahrer seine monopolstellung so unverschaemt ausnuetzen wollte, dass er den fahrpreis mit 100 us$ angesetzt hat.
so war unser besuch im modernen copperbelt ausgesprochen kurz.
ich lese zur zeit viel, denn ich habe ein gutes buch - und auch noch auf deutsch - in die haende bekommen. ausserdem ist pruefungszeit. das bedeutet, dass der normale unterricht quasi zum erliegen gekommen ist. es gibt kaum freie raeume und die meisten lehrer muessen pruefungsaufsicht machen. na wenigstens unterrichte ich noch. es gibt spaziergaenge und haengemattenabende.
als wir letzte woche nach masuku zurueckkehrten merkte ich schnell, dass wir einen bemerkenswerten regentag verpasst hatten: in meinem zimmer gab es huebsche pfuetzen, darin eine hose, schuhe und all meine arbeitsplaene fuer die stunden. die tinte in den gespendeten tschechischen stiften ist uebrigens wasserloeslich, die stempelfarbe der schluleitung nicht. deshalb habe ich jetzt viele seiten hellblaues, unbeschriebenes papier, dass vom schuldirektor abgesegnet ist:-).
die hose ist inzwischen wieder trocken und hat eigentlich etwa die alte farbe. aber sie lag ja auch in einer anderen pfuetze.
wir machen uns inzwischen allehand gedanken ueber den weiteren reiseverlauf. in 8 tagen gehts los. erst an den malawisee, dann nach tansania, wo eventuell sansibar, der kilimanscharo und der victoriasee auf uns warten. um letzteren zu besuchen muss man uebrigens halb kenia mit dem bus durchqueren, um dann wieder nach tansania zu fahren, und zwar nur, weil das eben die einzige geteerte strasse ist.
mir gehts gut, hanka so lala, wird aber gerade wieder besser.
lasst es euch gut gehen
c
ich weiss gar nicht, ob in der zwischenzeit was passiert ist. zu den schimpansen haben wir es seinerzeit nicht mehr geschafft, weil der taxifahrer seine monopolstellung so unverschaemt ausnuetzen wollte, dass er den fahrpreis mit 100 us$ angesetzt hat.
so war unser besuch im modernen copperbelt ausgesprochen kurz.
ich lese zur zeit viel, denn ich habe ein gutes buch - und auch noch auf deutsch - in die haende bekommen. ausserdem ist pruefungszeit. das bedeutet, dass der normale unterricht quasi zum erliegen gekommen ist. es gibt kaum freie raeume und die meisten lehrer muessen pruefungsaufsicht machen. na wenigstens unterrichte ich noch. es gibt spaziergaenge und haengemattenabende.
als wir letzte woche nach masuku zurueckkehrten merkte ich schnell, dass wir einen bemerkenswerten regentag verpasst hatten: in meinem zimmer gab es huebsche pfuetzen, darin eine hose, schuhe und all meine arbeitsplaene fuer die stunden. die tinte in den gespendeten tschechischen stiften ist uebrigens wasserloeslich, die stempelfarbe der schluleitung nicht. deshalb habe ich jetzt viele seiten hellblaues, unbeschriebenes papier, dass vom schuldirektor abgesegnet ist:-).
die hose ist inzwischen wieder trocken und hat eigentlich etwa die alte farbe. aber sie lag ja auch in einer anderen pfuetze.
wir machen uns inzwischen allehand gedanken ueber den weiteren reiseverlauf. in 8 tagen gehts los. erst an den malawisee, dann nach tansania, wo eventuell sansibar, der kilimanscharo und der victoriasee auf uns warten. um letzteren zu besuchen muss man uebrigens halb kenia mit dem bus durchqueren, um dann wieder nach tansania zu fahren, und zwar nur, weil das eben die einzige geteerte strasse ist.
mir gehts gut, hanka so lala, wird aber gerade wieder besser.
lasst es euch gut gehen
c
Sonntag, 4. November 2007
neuigkeiten, die keine sind, oder?
hallo meine lieben,
ich hab ferien. unerlaubt.
na jan schon erlaubt. aber eigentlich ist noch unterrichtszeit.wir haben also ein haufen stoff fuer unsere schuetzlinge vorgearbeitet und auch ein paar abendliche stunden gegeben, um im stoff zu bleiben (immer noch ein bisschen schneller, als unsere einheimischen kollegen, soweit sich das messen laesst) und haben uns fuer diese woche aus masuku abgeseilt. jatzt sind wir in lusaka und neben unserem durchaus nuetzlichen programm (matratzen und betten fuer masuku in di gleise bringen und schwarze tafelfarbe, um die tafeln in kontrastreiche gebilde mit lesbaren informationen zu verwandeln) gib es auch einen vergnueglichen teil. ich habe in choma eine theatergruppe aufgetrieben und die sind so saumaessig begabt.. es gibt auch einen der stuecke schreibt und ich bringe auch was davon mir nach europa. junges zambisches theater zum inszenieren (wenn lwamba einverstanden ist, dass muss ich noch klaeren). also, wer hat lust?
hier wollen wir auch ins theater. heute abend. und vielleicht gelingt uns ja doch noch ein kinobesuch (die filme sind zwar die selben wie in europa, aber deshalb noch lange nicht gut, fast nur action und so kram) oder eine runde schwimmen in der (ungefaehr einzigen, dafuer aber dem namen nach gleich olympischen) schwimmhalle hier. allerdings hat hanka ihren badeanzug vergessen, also muessten wir erst shoppen.
in masuku ist es auch sehr schoen gerade. ich mag all die pflanzen und lustigen insekten grade so gerne, das es eine wonne ist. da sag ich auch gar nix weiter dazu:-)
ich hab ferien. unerlaubt.
na jan schon erlaubt. aber eigentlich ist noch unterrichtszeit.wir haben also ein haufen stoff fuer unsere schuetzlinge vorgearbeitet und auch ein paar abendliche stunden gegeben, um im stoff zu bleiben (immer noch ein bisschen schneller, als unsere einheimischen kollegen, soweit sich das messen laesst) und haben uns fuer diese woche aus masuku abgeseilt. jatzt sind wir in lusaka und neben unserem durchaus nuetzlichen programm (matratzen und betten fuer masuku in di gleise bringen und schwarze tafelfarbe, um die tafeln in kontrastreiche gebilde mit lesbaren informationen zu verwandeln) gib es auch einen vergnueglichen teil. ich habe in choma eine theatergruppe aufgetrieben und die sind so saumaessig begabt.. es gibt auch einen der stuecke schreibt und ich bringe auch was davon mir nach europa. junges zambisches theater zum inszenieren (wenn lwamba einverstanden ist, dass muss ich noch klaeren). also, wer hat lust?
hier wollen wir auch ins theater. heute abend. und vielleicht gelingt uns ja doch noch ein kinobesuch (die filme sind zwar die selben wie in europa, aber deshalb noch lange nicht gut, fast nur action und so kram) oder eine runde schwimmen in der (ungefaehr einzigen, dafuer aber dem namen nach gleich olympischen) schwimmhalle hier. allerdings hat hanka ihren badeanzug vergessen, also muessten wir erst shoppen.
in masuku ist es auch sehr schoen gerade. ich mag all die pflanzen und lustigen insekten grade so gerne, das es eine wonne ist. da sag ich auch gar nix weiter dazu:-)
Freitag, 26. Oktober 2007
und dann noch
mehr details ueber die schule
und zwar ernuechternde. in zambia ist es seit fuenf jahren verboten, dass lehrer schueler schlagen. prakisch bedeutet das, wir sind in einer uebergangsphase. zum glueck wird es seltener. aber es geschieht noch immer. wir haben narben an schuelerarmen gesehen, berichte gehoert, lehrer befragt. es ist schwer, darauf zu reagieren. die erste reaktion ist entschiedenste ablehnung, zur polizei gehen wollen (und alle lehrer verhaften lassen?), streiken, irgendwas in der richtung. doch was aendert ein angriff auf die lehrer an der situation der schueler? gibt es konstruktive massnahmen? wie kann man die lehrer erziehen? wie die schueler staerken?
Die schulleitung macht auch selber mit und ist nicht interessiert, zb ein seminar von uns ueber alternativen zu bekommen. Das einzige, was wir zur zeit machen ist, das thema offen zu halten, mit lehrern darueber zu reden. Und dem bischof petzen.
und zwar ernuechternde. in zambia ist es seit fuenf jahren verboten, dass lehrer schueler schlagen. prakisch bedeutet das, wir sind in einer uebergangsphase. zum glueck wird es seltener. aber es geschieht noch immer. wir haben narben an schuelerarmen gesehen, berichte gehoert, lehrer befragt. es ist schwer, darauf zu reagieren. die erste reaktion ist entschiedenste ablehnung, zur polizei gehen wollen (und alle lehrer verhaften lassen?), streiken, irgendwas in der richtung. doch was aendert ein angriff auf die lehrer an der situation der schueler? gibt es konstruktive massnahmen? wie kann man die lehrer erziehen? wie die schueler staerken?
Die schulleitung macht auch selber mit und ist nicht interessiert, zb ein seminar von uns ueber alternativen zu bekommen. Das einzige, was wir zur zeit machen ist, das thema offen zu halten, mit lehrern darueber zu reden. Und dem bischof petzen.
fliegende teppiche
hallo meine lieben,
letzte woche war ich gar nicht im internet, weil wir einen ausflug gemacht haben. es war das wochenende des fliegenden teppichs.
erst hatten wir vor, zu wandern, aber die beiden lehrer, die uns begleiteten, ueberredeten uns, mit dem truck der schule zu reisen. der fahrer stand gegen geringes entgeld fuer uns zur verfuegung. wir hatten die ladeflaeche fuer uns. zwei matratzen machen einen grossen unterschied zu der ueblichen harten ladeflaeche. frueh um halb sechs geht es los. in der ersten stadt tanken wir, verpflegen konnen wir uns hier nicht, alles ist noch geschlossen. in der naechsten stadt gibt es leckeres gebaeck und so koenen wir bald auch noch fruehstuecken. und nebenbei rauscht die afrikanische landschaft an uns vorbei. wir koennen quatschen, schlafen, gucken und afrika ist da.
wir reisen nach maamba ins tiefland. hier ist es noch heisser. wir sehen baobab baeume, gross und dick und wunderschoen. spaeter erreichen wir den karibastausee. am anderen ufer, hinter dem horizont ist simbabwe. aber der see ist zu gross, 50 mal 200 kilometer gross. wir sehen nur einen kleinen teil. nahe dem ufer steht noch immer ein geisterwald aus baumgerippen, uebrig aus der zeit, da der see geflutet wurde, konserviert vom wasser. in in hundert millionen jahren mag es dort ein kleines erdoelfeld geben, oder kohle. am see gibt es eine touristenlodge, ohne gaeste aber mit bar und pool und gruenem gras. man kann in der haengematte haengen und manchmal kommt ein brauner fischadler vorbeigesegelt, so gross, wie ein stattlicher seeadler bei uns sein mag.
spaeter machen wir eine besichtigungstour in die nahe krokodilfarm, eine der groessten der welt. die jungen krokodile, vielleicht einen knappen meter lang, werden in grossen betongehegen gehalten, wahrlich in massen. sie stapeln sich dort und der gestank zeigt, dass es zu viele sind. ihr schicksal ist die schlachterei, das kuehlhaus, der weltmarkt, das gourmetrestaurant. das fleisch soll exquisit sein. es bringt 10 euro das kilo. einige krokodile werden laenger gehalten. sie kommen in kleine stauseen, vielleicht einen hektar gross, sand am ufer, vegetation drumherum. etwa dreihundert tiere pro see. sie werden einmal in der woche gefuettert und wachsen lange. die fuetterung ist der hoehepunkt der tour. wir sitzen auf der bestuhlten ladeflaeche eines lkw und sehen die viecher aus naechster naehe fleischbrocken schlucken, vorher zweimal draufgebissen, damit die groebsten knochen etwas kleiner sind. die tiere sehen so urzeitlich aus. die groessten sind wohl an die fuenf meter lang. spaeter passieren wir noch eine ziegenzucht. ds ist wohl das krokodilfutter, jedenfalls werden keine touris verfuettert.
spaeter sind wir wieder in maamba und werden vom pfarrer, der unseren bischof kennt, zum abendbrot eingeaden. wir bekommen das leckerste nshima aller zeiten und es gibt tollen fisch dazu. am naechsten tag, auf der rueckreise lerne ich den mangel des fliegenden teppichs kennen: wenn die sonne scheint ist ein dach zu empfehlen. wir hatten keins und so waren wir nach ein paar stunden in der sonne trotz kuehlendem fahrtwind total erschoepft. auch die schlechten strassen erschoepfen. man kann sich nicht so zuruecklehnen und entspannen waerend der fahrt. man ist immer angespannt, muss die lage korigieren, aufpassen, dass man nicht irgendwo zu hart anstoesst.
auch in der woche ist es interessant, wir lernen viel, oft bleibt auch nur ein kopfschuetteln. die pruefung zur mitte des terms faellt aus, weil der kopierer kaputt ist. doch erstmal wird zwei wochen lang gesagt, vielleicht gehe es morgen los, weil jemand kommmen soll und das geraet reparieren muss. der mensch kommt nach drei tagen, reparieren kann er nichts, er nimmt das geraet mit nach choma, auch dort gibt es keine ersatzteile, inzwischen ist der kopierer in livingston und noch immer nicht repariert. man hoffte noch ein paar tage, dass es morgen losgehen koenne. in choma gibt es uebrigens copyshops, aber die examen dort zu vervielfaeltigen faellt einem ein. besonders tun mir die schueler leid, die nie gesagt bekommen, ob es pruefungen gibt, geschweige denn wann oder in welcher reihenfolge der faecher. ausserdem geben alle lehrer eine woche lang nur wiederholung alten stoffes in erwartung der pruefung.
ausserdem hat die schulleitung beschlossen, die gehaelter der leherer erst im november zu bezahlen. prima fuer die motivation, nicht?
lasst es euch gut gehen
letzte woche war ich gar nicht im internet, weil wir einen ausflug gemacht haben. es war das wochenende des fliegenden teppichs.
erst hatten wir vor, zu wandern, aber die beiden lehrer, die uns begleiteten, ueberredeten uns, mit dem truck der schule zu reisen. der fahrer stand gegen geringes entgeld fuer uns zur verfuegung. wir hatten die ladeflaeche fuer uns. zwei matratzen machen einen grossen unterschied zu der ueblichen harten ladeflaeche. frueh um halb sechs geht es los. in der ersten stadt tanken wir, verpflegen konnen wir uns hier nicht, alles ist noch geschlossen. in der naechsten stadt gibt es leckeres gebaeck und so koenen wir bald auch noch fruehstuecken. und nebenbei rauscht die afrikanische landschaft an uns vorbei. wir koennen quatschen, schlafen, gucken und afrika ist da.
wir reisen nach maamba ins tiefland. hier ist es noch heisser. wir sehen baobab baeume, gross und dick und wunderschoen. spaeter erreichen wir den karibastausee. am anderen ufer, hinter dem horizont ist simbabwe. aber der see ist zu gross, 50 mal 200 kilometer gross. wir sehen nur einen kleinen teil. nahe dem ufer steht noch immer ein geisterwald aus baumgerippen, uebrig aus der zeit, da der see geflutet wurde, konserviert vom wasser. in in hundert millionen jahren mag es dort ein kleines erdoelfeld geben, oder kohle. am see gibt es eine touristenlodge, ohne gaeste aber mit bar und pool und gruenem gras. man kann in der haengematte haengen und manchmal kommt ein brauner fischadler vorbeigesegelt, so gross, wie ein stattlicher seeadler bei uns sein mag.
spaeter machen wir eine besichtigungstour in die nahe krokodilfarm, eine der groessten der welt. die jungen krokodile, vielleicht einen knappen meter lang, werden in grossen betongehegen gehalten, wahrlich in massen. sie stapeln sich dort und der gestank zeigt, dass es zu viele sind. ihr schicksal ist die schlachterei, das kuehlhaus, der weltmarkt, das gourmetrestaurant. das fleisch soll exquisit sein. es bringt 10 euro das kilo. einige krokodile werden laenger gehalten. sie kommen in kleine stauseen, vielleicht einen hektar gross, sand am ufer, vegetation drumherum. etwa dreihundert tiere pro see. sie werden einmal in der woche gefuettert und wachsen lange. die fuetterung ist der hoehepunkt der tour. wir sitzen auf der bestuhlten ladeflaeche eines lkw und sehen die viecher aus naechster naehe fleischbrocken schlucken, vorher zweimal draufgebissen, damit die groebsten knochen etwas kleiner sind. die tiere sehen so urzeitlich aus. die groessten sind wohl an die fuenf meter lang. spaeter passieren wir noch eine ziegenzucht. ds ist wohl das krokodilfutter, jedenfalls werden keine touris verfuettert.
spaeter sind wir wieder in maamba und werden vom pfarrer, der unseren bischof kennt, zum abendbrot eingeaden. wir bekommen das leckerste nshima aller zeiten und es gibt tollen fisch dazu. am naechsten tag, auf der rueckreise lerne ich den mangel des fliegenden teppichs kennen: wenn die sonne scheint ist ein dach zu empfehlen. wir hatten keins und so waren wir nach ein paar stunden in der sonne trotz kuehlendem fahrtwind total erschoepft. auch die schlechten strassen erschoepfen. man kann sich nicht so zuruecklehnen und entspannen waerend der fahrt. man ist immer angespannt, muss die lage korigieren, aufpassen, dass man nicht irgendwo zu hart anstoesst.
auch in der woche ist es interessant, wir lernen viel, oft bleibt auch nur ein kopfschuetteln. die pruefung zur mitte des terms faellt aus, weil der kopierer kaputt ist. doch erstmal wird zwei wochen lang gesagt, vielleicht gehe es morgen los, weil jemand kommmen soll und das geraet reparieren muss. der mensch kommt nach drei tagen, reparieren kann er nichts, er nimmt das geraet mit nach choma, auch dort gibt es keine ersatzteile, inzwischen ist der kopierer in livingston und noch immer nicht repariert. man hoffte noch ein paar tage, dass es morgen losgehen koenne. in choma gibt es uebrigens copyshops, aber die examen dort zu vervielfaeltigen faellt einem ein. besonders tun mir die schueler leid, die nie gesagt bekommen, ob es pruefungen gibt, geschweige denn wann oder in welcher reihenfolge der faecher. ausserdem geben alle lehrer eine woche lang nur wiederholung alten stoffes in erwartung der pruefung.
ausserdem hat die schulleitung beschlossen, die gehaelter der leherer erst im november zu bezahlen. prima fuer die motivation, nicht?
lasst es euch gut gehen
Freitag, 12. Oktober 2007
vom fischer und seiner frau
Hallo ihr lieben.
Was fuer ein genuss, ich sitze am laptop der schule und habe morcheeba an.
Ich bin diese woche on duty, dass heisst ich habe aufsicht. Um 5 uhr 30 gibt es fruehstueck und ich darf vorkosten.
Es gibt samp, brei aus maiskoernern und viel zucker. Manchmal findet man auch eine erdnuss darin. Der Lehrer muss vorkosten, damit spaeter kein schueler sagen kann, er sei von der schulkost krank geworden. Allerdings hatte hanka seinerzeit durchfall bekommen. Mir geht es da etwas besser, aber ein bisschen komisch ist mein magen auch.
In physik haben wir diese woche mit einer hauswand und einer armbanduhr, die sekunden anzeigt die schallgeschwindigkeit bestimmt. Wir sind auf 264 m/s gekommen, kaum mehr als 20 % abweichung. Ich bin echt stolz auf die schueler, auch wenn nicht alle das ganze verfahren verstanden haben.
Insgesammt geht es jetzt gut und in mathe bin ich nicht nur schneller als die anderen Lehrer sondern auch schneller als ich selbst erhofft hatte. Es geht gut voran.
Leider ist es heiss hier. Wir haben um die 35 grad und von elf bis fuenf ist es eigentlich zu heiss zum lernen. Auch gibt es jetzt weniger wind als vorher. Die armen schueler muessen auch noch schuluniformen anhaben, die jungs einen schlips. Wirklich clever alle details vom englischen schulsystem zu uebernehmen.
Naechste woche gibt es mid term pruefungen. Die muessen wir uns diese woche noch ausdenken. Drei stunden, ich weiss nicht, was ich da alles fragen soll, denn so viel stoff haben wir eigentlich gar nicht geschafft.
Wir hatten von Samstag bis Mittwoch zwei gaeste aus tschechien, die beiden ingenieure, die damals hier das solarsystem instaliert haben. Ich hab viel gelernt in der kurzen zeit und habe jetzt einen viel praktischeren bezug zum instalierten system. Schade, dass sich das offensichtlich nicht so einfach an alle bewohner vermitteln laesst. Es scheint, als muss man einiges grundwissen mitbringen, um einigermassen zu durchschauen, wie man es sinnvoll benutzt, und was moeglich und was nicht moeglich ist.
Interessanter weise sind einige solarpanels schon kaput, aber es gibt garantie darauf. Dennoch, wenn man den transportweg betrachtet, ist das schon unbequem. Andere bauteile, die kaput gegangen sind, haben keine garantie mehr, weil fantasievolle eigene reparaturversuche, die normalerweise nicht viel helfen, natuerlich die garantie beenden.
Ein wichtiges problem ist auch oder vor allem der wasserkonsum. Abwasserprobleme, neue krankheitsbiotope und vor allem ungebaendigter verbrauch verschlimmbessern die situation vor ort. Seit wasser aus dem hahn kommt, verbraucht man hier unmengen. Man sieht immerzu leute mit grossen, gelben kanistern wasser schleppen. Und im grossen getuemmel nach der verkoestigung der schueler drei mal am tag wird schon mal der eine oder andere teller unter fliessendem wasser abgewaschen.
Die solarenergie reicht nicht aus, das ganze wasser zu foerdern, also wird der dieselgenerator angeschmissen, zur unterstuetzung. Der kraftstoffverbrauch ist hoeher als vor der installation der solarzellen. Dabei sind die in absprache mit der bevoelkerung so ausgelegt worden, dass sie den generator ueberfluessig machen sollten. Zur zeit werden statt dessen etwa 4 euro am tag zum wasserpumpen ausgegeben, geld, dass die schule gar nicht hat. Und stromrechnungen zahlt hier keiner, das ist eine konsensentscheidung der Lehrer. Aber das letzte gebaeude, das gebaut wurde, hat sogar ein europaeisches bad. Schoen, der fortschritt, aber sobald dort jemand einzieht, wird der verbrauch allein dort fast halb so gross sein, wie in ganz masuku. Dieses level an wohlstand ueberfordert die infrastruktur total und ist fuer jemanden, der wirklich selbst bezahlt sauteuer fuer hiesige verhaeltnisse.
Es gibt eine schule, die vor einiger zeit ans stromnetz angeschlossen wurde und inzwischen an den verbrauchskosten pleite gegangen ist. Das bewusstsein, dass solcher verbrauch auch kosten verursacht fehlt hier. Es gibt leute, die haben ein kleines system fuer beleuchtung in einem haushalt. Sie haben sich einen fernseher angeschafft, schauen mittags fern (statt den unterricht vorzubereiten) und klagen dass sie abends keinen strom mehr fuer lampen haben. Sie sehen die einzige loesung darin, dass mehr europaer kommen und mehr solarzellen instalieren.
Man kan einfach nur ein system instalieren, dass funktionieren kann, es genau erklaeren und ihnen ueberlassen, ob sie den empfehlungen folgen oder nicht. Aber auch wenn es den lebensstandart hebt, zufrieden werden sie davon nicht. Wie beim fischer und seiner frau.
Genug
Lasst es euch gut gehen
Besondere gruesse an die ziegen und an die esel
Was fuer ein genuss, ich sitze am laptop der schule und habe morcheeba an.
Ich bin diese woche on duty, dass heisst ich habe aufsicht. Um 5 uhr 30 gibt es fruehstueck und ich darf vorkosten.
Es gibt samp, brei aus maiskoernern und viel zucker. Manchmal findet man auch eine erdnuss darin. Der Lehrer muss vorkosten, damit spaeter kein schueler sagen kann, er sei von der schulkost krank geworden. Allerdings hatte hanka seinerzeit durchfall bekommen. Mir geht es da etwas besser, aber ein bisschen komisch ist mein magen auch.
In physik haben wir diese woche mit einer hauswand und einer armbanduhr, die sekunden anzeigt die schallgeschwindigkeit bestimmt. Wir sind auf 264 m/s gekommen, kaum mehr als 20 % abweichung. Ich bin echt stolz auf die schueler, auch wenn nicht alle das ganze verfahren verstanden haben.
Insgesammt geht es jetzt gut und in mathe bin ich nicht nur schneller als die anderen Lehrer sondern auch schneller als ich selbst erhofft hatte. Es geht gut voran.
Leider ist es heiss hier. Wir haben um die 35 grad und von elf bis fuenf ist es eigentlich zu heiss zum lernen. Auch gibt es jetzt weniger wind als vorher. Die armen schueler muessen auch noch schuluniformen anhaben, die jungs einen schlips. Wirklich clever alle details vom englischen schulsystem zu uebernehmen.
Naechste woche gibt es mid term pruefungen. Die muessen wir uns diese woche noch ausdenken. Drei stunden, ich weiss nicht, was ich da alles fragen soll, denn so viel stoff haben wir eigentlich gar nicht geschafft.
Wir hatten von Samstag bis Mittwoch zwei gaeste aus tschechien, die beiden ingenieure, die damals hier das solarsystem instaliert haben. Ich hab viel gelernt in der kurzen zeit und habe jetzt einen viel praktischeren bezug zum instalierten system. Schade, dass sich das offensichtlich nicht so einfach an alle bewohner vermitteln laesst. Es scheint, als muss man einiges grundwissen mitbringen, um einigermassen zu durchschauen, wie man es sinnvoll benutzt, und was moeglich und was nicht moeglich ist.
Interessanter weise sind einige solarpanels schon kaput, aber es gibt garantie darauf. Dennoch, wenn man den transportweg betrachtet, ist das schon unbequem. Andere bauteile, die kaput gegangen sind, haben keine garantie mehr, weil fantasievolle eigene reparaturversuche, die normalerweise nicht viel helfen, natuerlich die garantie beenden.
Ein wichtiges problem ist auch oder vor allem der wasserkonsum. Abwasserprobleme, neue krankheitsbiotope und vor allem ungebaendigter verbrauch verschlimmbessern die situation vor ort. Seit wasser aus dem hahn kommt, verbraucht man hier unmengen. Man sieht immerzu leute mit grossen, gelben kanistern wasser schleppen. Und im grossen getuemmel nach der verkoestigung der schueler drei mal am tag wird schon mal der eine oder andere teller unter fliessendem wasser abgewaschen.
Die solarenergie reicht nicht aus, das ganze wasser zu foerdern, also wird der dieselgenerator angeschmissen, zur unterstuetzung. Der kraftstoffverbrauch ist hoeher als vor der installation der solarzellen. Dabei sind die in absprache mit der bevoelkerung so ausgelegt worden, dass sie den generator ueberfluessig machen sollten. Zur zeit werden statt dessen etwa 4 euro am tag zum wasserpumpen ausgegeben, geld, dass die schule gar nicht hat. Und stromrechnungen zahlt hier keiner, das ist eine konsensentscheidung der Lehrer. Aber das letzte gebaeude, das gebaut wurde, hat sogar ein europaeisches bad. Schoen, der fortschritt, aber sobald dort jemand einzieht, wird der verbrauch allein dort fast halb so gross sein, wie in ganz masuku. Dieses level an wohlstand ueberfordert die infrastruktur total und ist fuer jemanden, der wirklich selbst bezahlt sauteuer fuer hiesige verhaeltnisse.
Es gibt eine schule, die vor einiger zeit ans stromnetz angeschlossen wurde und inzwischen an den verbrauchskosten pleite gegangen ist. Das bewusstsein, dass solcher verbrauch auch kosten verursacht fehlt hier. Es gibt leute, die haben ein kleines system fuer beleuchtung in einem haushalt. Sie haben sich einen fernseher angeschafft, schauen mittags fern (statt den unterricht vorzubereiten) und klagen dass sie abends keinen strom mehr fuer lampen haben. Sie sehen die einzige loesung darin, dass mehr europaer kommen und mehr solarzellen instalieren.
Man kan einfach nur ein system instalieren, dass funktionieren kann, es genau erklaeren und ihnen ueberlassen, ob sie den empfehlungen folgen oder nicht. Aber auch wenn es den lebensstandart hebt, zufrieden werden sie davon nicht. Wie beim fischer und seiner frau.
Genug
Lasst es euch gut gehen
Besondere gruesse an die ziegen und an die esel
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