Sonntag, 16. Dezember 2007
safari
diesmal also zwei tage, gebucht als packet mit allem drum und dran.
uynd alle tiere sind zu sehen.
den zweiten tag verbringen wir im ngorongoro krater. superschoen. es gibt fressende loewen, gepard, leopard und so die ueblichen tiere zu sehen.
die landschaft ist toll. heute ist ruhetag fuer mich. muss ja auch mal sein. safari ist anstrengend, weil man immer im auto sitzt und durchgeschuettelt wird. zum glueck kann man das dach aufklappen, sich hinstellen und oben rausgucken. das ist prima. fotos macht man am besten durchs fernglas. auch wenn es mehr zeit braucht und nicht immer scharf wird...
ich fuerchte, alle fotos anzusehen dauert einen halben tag.
ich merke: viel zu erzaehlen gibts heut nicht. es ist sonntag und scheinbar heiraten heute viele, immer wieder kommen wagenkonvois vorbei, geschmueckt mit luftballons und begleitet von blasmusik (!) umtata:-).
so . bis bald
c
Donnerstag, 13. Dezember 2007
schwarzwaldexpress
oh man ich bin wohl ein bisschen eingeschrumpelt im kopf.
also die usambaraberge sind jedenfalls schoen kuehl und es regnet puenktlich um eins. ausserdem gibt es pizza und (ein lob den deutschen kolonialherren, auch wenn sie sich manchmal arg danebenbenommen haben) brot! richtiges roggenbrot, so lecker, dass es in jedem vollkornbaecker ein bestseller waere. ausserdem haben sie hier kaese!! und quark!!! dafuer gibt es nicht mal ein englisches wort. toll. und lustig, wie man sich ueber ne kaesestulle freun kann. und dann auch noch, weil sie einen an zu hause erinnert, man o man.
darueberhinaus wird hier sisal angebaut, bananen wachsen sowieso ueberall und wer will kann wandern. schon wieder so was deutsches. es gibt rote erde und gruenes gemuese und auch regenwald und steile klippen bis zum boden, angefangen ganz oben.
ein paar tage haben wir es uns da gut gehen lassen, dann gings ab in richtung kilimanjaro. zwar ist der eintritt in den nationalpark galaktisch teuer, so dass ich nur bis zum tor aufgestiegen bin, aber dafuer brauchte man den berg nicht sehen, weil wolken davor waren:-) in der umgebung wimmelt es von wasserfaellen, von tourguides und (aussschliesslich in den baechen) von krabben. im suesswasser. immer wieder was zum staunen.
die touranbieter haben doch noch gewonnen: wir gehen auf safari, ganz offiziell, ganz touristisch, ganz als packet gebucht, im reisebuero. hat ungefaehr drei plastiktueten voll papiergeld gekostet, was natuerlich bedeutet, dass wir die kommende, letzte afrikawoche von meerwasser und brot, ach nee, mangos leben muessen und uns am stassengraben mit bananenblaettern zudecken muessen.
wenn heute donnerstag ist, dann sind wir samstag abend wieder im bewohnten teil afrikas. solange zelten (kein witz) wir zwischen loewen und ihrer beute (hoffentlich ein bisschen uebertrieben).
so, das wars fuer jetze.
lasst es euch gut gehen.
c
Donnerstag, 6. Dezember 2007
sansibar
die straende sind weiss, das meer ist tuerkis und kokspalmen stehen am ufer. im meer schwimmen delphine, die wir aber noch nicht zu gesicht bekommen haben. reisebuerofotographen haetten ihre helle freude. strandfans auch.
lasst es euch gut gehen.
kurz: telefonnummer
die kann man bis zum 21.12 benutzen:-)
Montag, 3. Dezember 2007
also jetzt mal laenger, und zwar aus sansibar
na wie gesagt, dar selber ist nett. honza, hankas freund ist am selben tag angekommen, so dass wir jetzt zu dritt weiterreisen.
gestern waren wir dann bei tom zu besuch. er wohnt mit einheimischen und seine brueder sind super nett. er und ich haben auf dem dach im zelt geschlafen, weil es im zimmer ewas eng gewesen waere. am tage haben wir die leckere, klebrige, riesige finessafrucht gegessen, die wie bananenapfel schmeckt. dann sind wir familienmitglieder am strand besuchen gefahren und haben im warmen ozean gebadet, bis es uns zu warm war und wir wieder an land mussten. es folgte ein fussballspiel mit vielen verletzten (nur schrammen) und zum abend durften wir noch den film sehen, den tom hier gemacht hat. prima.
ab heute erkunden wir ein paar tage lang sansibar.
Samstag, 1. Dezember 2007
malawi und weiter
also wir sind inzwischen durch malawi durch. wir hatten ja nur ein paar tage aufenthalt in nkotha bay. der malawisee ist wie eine ostsee, nur nicht salzig. macht die selben geraeusche und wellen, hat aber krabben und ist waermer. und viel klarer:-)
in malawi sind die leute sehr relaxt, alles ist noch ein bisschen gemuetlicher und langsamer und freundlicher.
spaeter mehr
Freitag, 16. November 2007
piep
ich weiss gar nicht, ob in der zwischenzeit was passiert ist. zu den schimpansen haben wir es seinerzeit nicht mehr geschafft, weil der taxifahrer seine monopolstellung so unverschaemt ausnuetzen wollte, dass er den fahrpreis mit 100 us$ angesetzt hat.
so war unser besuch im modernen copperbelt ausgesprochen kurz.
ich lese zur zeit viel, denn ich habe ein gutes buch - und auch noch auf deutsch - in die haende bekommen. ausserdem ist pruefungszeit. das bedeutet, dass der normale unterricht quasi zum erliegen gekommen ist. es gibt kaum freie raeume und die meisten lehrer muessen pruefungsaufsicht machen. na wenigstens unterrichte ich noch. es gibt spaziergaenge und haengemattenabende.
als wir letzte woche nach masuku zurueckkehrten merkte ich schnell, dass wir einen bemerkenswerten regentag verpasst hatten: in meinem zimmer gab es huebsche pfuetzen, darin eine hose, schuhe und all meine arbeitsplaene fuer die stunden. die tinte in den gespendeten tschechischen stiften ist uebrigens wasserloeslich, die stempelfarbe der schluleitung nicht. deshalb habe ich jetzt viele seiten hellblaues, unbeschriebenes papier, dass vom schuldirektor abgesegnet ist:-).
die hose ist inzwischen wieder trocken und hat eigentlich etwa die alte farbe. aber sie lag ja auch in einer anderen pfuetze.
wir machen uns inzwischen allehand gedanken ueber den weiteren reiseverlauf. in 8 tagen gehts los. erst an den malawisee, dann nach tansania, wo eventuell sansibar, der kilimanscharo und der victoriasee auf uns warten. um letzteren zu besuchen muss man uebrigens halb kenia mit dem bus durchqueren, um dann wieder nach tansania zu fahren, und zwar nur, weil das eben die einzige geteerte strasse ist.
mir gehts gut, hanka so lala, wird aber gerade wieder besser.
lasst es euch gut gehen
c
Sonntag, 4. November 2007
neuigkeiten, die keine sind, oder?
ich hab ferien. unerlaubt.
na jan schon erlaubt. aber eigentlich ist noch unterrichtszeit.wir haben also ein haufen stoff fuer unsere schuetzlinge vorgearbeitet und auch ein paar abendliche stunden gegeben, um im stoff zu bleiben (immer noch ein bisschen schneller, als unsere einheimischen kollegen, soweit sich das messen laesst) und haben uns fuer diese woche aus masuku abgeseilt. jatzt sind wir in lusaka und neben unserem durchaus nuetzlichen programm (matratzen und betten fuer masuku in di gleise bringen und schwarze tafelfarbe, um die tafeln in kontrastreiche gebilde mit lesbaren informationen zu verwandeln) gib es auch einen vergnueglichen teil. ich habe in choma eine theatergruppe aufgetrieben und die sind so saumaessig begabt.. es gibt auch einen der stuecke schreibt und ich bringe auch was davon mir nach europa. junges zambisches theater zum inszenieren (wenn lwamba einverstanden ist, dass muss ich noch klaeren). also, wer hat lust?
hier wollen wir auch ins theater. heute abend. und vielleicht gelingt uns ja doch noch ein kinobesuch (die filme sind zwar die selben wie in europa, aber deshalb noch lange nicht gut, fast nur action und so kram) oder eine runde schwimmen in der (ungefaehr einzigen, dafuer aber dem namen nach gleich olympischen) schwimmhalle hier. allerdings hat hanka ihren badeanzug vergessen, also muessten wir erst shoppen.
in masuku ist es auch sehr schoen gerade. ich mag all die pflanzen und lustigen insekten grade so gerne, das es eine wonne ist. da sag ich auch gar nix weiter dazu:-)
Freitag, 26. Oktober 2007
und dann noch
und zwar ernuechternde. in zambia ist es seit fuenf jahren verboten, dass lehrer schueler schlagen. prakisch bedeutet das, wir sind in einer uebergangsphase. zum glueck wird es seltener. aber es geschieht noch immer. wir haben narben an schuelerarmen gesehen, berichte gehoert, lehrer befragt. es ist schwer, darauf zu reagieren. die erste reaktion ist entschiedenste ablehnung, zur polizei gehen wollen (und alle lehrer verhaften lassen?), streiken, irgendwas in der richtung. doch was aendert ein angriff auf die lehrer an der situation der schueler? gibt es konstruktive massnahmen? wie kann man die lehrer erziehen? wie die schueler staerken?
Die schulleitung macht auch selber mit und ist nicht interessiert, zb ein seminar von uns ueber alternativen zu bekommen. Das einzige, was wir zur zeit machen ist, das thema offen zu halten, mit lehrern darueber zu reden. Und dem bischof petzen.
fliegende teppiche
letzte woche war ich gar nicht im internet, weil wir einen ausflug gemacht haben. es war das wochenende des fliegenden teppichs.
erst hatten wir vor, zu wandern, aber die beiden lehrer, die uns begleiteten, ueberredeten uns, mit dem truck der schule zu reisen. der fahrer stand gegen geringes entgeld fuer uns zur verfuegung. wir hatten die ladeflaeche fuer uns. zwei matratzen machen einen grossen unterschied zu der ueblichen harten ladeflaeche. frueh um halb sechs geht es los. in der ersten stadt tanken wir, verpflegen konnen wir uns hier nicht, alles ist noch geschlossen. in der naechsten stadt gibt es leckeres gebaeck und so koenen wir bald auch noch fruehstuecken. und nebenbei rauscht die afrikanische landschaft an uns vorbei. wir koennen quatschen, schlafen, gucken und afrika ist da.
wir reisen nach maamba ins tiefland. hier ist es noch heisser. wir sehen baobab baeume, gross und dick und wunderschoen. spaeter erreichen wir den karibastausee. am anderen ufer, hinter dem horizont ist simbabwe. aber der see ist zu gross, 50 mal 200 kilometer gross. wir sehen nur einen kleinen teil. nahe dem ufer steht noch immer ein geisterwald aus baumgerippen, uebrig aus der zeit, da der see geflutet wurde, konserviert vom wasser. in in hundert millionen jahren mag es dort ein kleines erdoelfeld geben, oder kohle. am see gibt es eine touristenlodge, ohne gaeste aber mit bar und pool und gruenem gras. man kann in der haengematte haengen und manchmal kommt ein brauner fischadler vorbeigesegelt, so gross, wie ein stattlicher seeadler bei uns sein mag.
spaeter machen wir eine besichtigungstour in die nahe krokodilfarm, eine der groessten der welt. die jungen krokodile, vielleicht einen knappen meter lang, werden in grossen betongehegen gehalten, wahrlich in massen. sie stapeln sich dort und der gestank zeigt, dass es zu viele sind. ihr schicksal ist die schlachterei, das kuehlhaus, der weltmarkt, das gourmetrestaurant. das fleisch soll exquisit sein. es bringt 10 euro das kilo. einige krokodile werden laenger gehalten. sie kommen in kleine stauseen, vielleicht einen hektar gross, sand am ufer, vegetation drumherum. etwa dreihundert tiere pro see. sie werden einmal in der woche gefuettert und wachsen lange. die fuetterung ist der hoehepunkt der tour. wir sitzen auf der bestuhlten ladeflaeche eines lkw und sehen die viecher aus naechster naehe fleischbrocken schlucken, vorher zweimal draufgebissen, damit die groebsten knochen etwas kleiner sind. die tiere sehen so urzeitlich aus. die groessten sind wohl an die fuenf meter lang. spaeter passieren wir noch eine ziegenzucht. ds ist wohl das krokodilfutter, jedenfalls werden keine touris verfuettert.
spaeter sind wir wieder in maamba und werden vom pfarrer, der unseren bischof kennt, zum abendbrot eingeaden. wir bekommen das leckerste nshima aller zeiten und es gibt tollen fisch dazu. am naechsten tag, auf der rueckreise lerne ich den mangel des fliegenden teppichs kennen: wenn die sonne scheint ist ein dach zu empfehlen. wir hatten keins und so waren wir nach ein paar stunden in der sonne trotz kuehlendem fahrtwind total erschoepft. auch die schlechten strassen erschoepfen. man kann sich nicht so zuruecklehnen und entspannen waerend der fahrt. man ist immer angespannt, muss die lage korigieren, aufpassen, dass man nicht irgendwo zu hart anstoesst.
auch in der woche ist es interessant, wir lernen viel, oft bleibt auch nur ein kopfschuetteln. die pruefung zur mitte des terms faellt aus, weil der kopierer kaputt ist. doch erstmal wird zwei wochen lang gesagt, vielleicht gehe es morgen los, weil jemand kommmen soll und das geraet reparieren muss. der mensch kommt nach drei tagen, reparieren kann er nichts, er nimmt das geraet mit nach choma, auch dort gibt es keine ersatzteile, inzwischen ist der kopierer in livingston und noch immer nicht repariert. man hoffte noch ein paar tage, dass es morgen losgehen koenne. in choma gibt es uebrigens copyshops, aber die examen dort zu vervielfaeltigen faellt einem ein. besonders tun mir die schueler leid, die nie gesagt bekommen, ob es pruefungen gibt, geschweige denn wann oder in welcher reihenfolge der faecher. ausserdem geben alle lehrer eine woche lang nur wiederholung alten stoffes in erwartung der pruefung.
ausserdem hat die schulleitung beschlossen, die gehaelter der leherer erst im november zu bezahlen. prima fuer die motivation, nicht?
lasst es euch gut gehen
Freitag, 12. Oktober 2007
vom fischer und seiner frau
Was fuer ein genuss, ich sitze am laptop der schule und habe morcheeba an.
Ich bin diese woche on duty, dass heisst ich habe aufsicht. Um 5 uhr 30 gibt es fruehstueck und ich darf vorkosten.
Es gibt samp, brei aus maiskoernern und viel zucker. Manchmal findet man auch eine erdnuss darin. Der Lehrer muss vorkosten, damit spaeter kein schueler sagen kann, er sei von der schulkost krank geworden. Allerdings hatte hanka seinerzeit durchfall bekommen. Mir geht es da etwas besser, aber ein bisschen komisch ist mein magen auch.
In physik haben wir diese woche mit einer hauswand und einer armbanduhr, die sekunden anzeigt die schallgeschwindigkeit bestimmt. Wir sind auf 264 m/s gekommen, kaum mehr als 20 % abweichung. Ich bin echt stolz auf die schueler, auch wenn nicht alle das ganze verfahren verstanden haben.
Insgesammt geht es jetzt gut und in mathe bin ich nicht nur schneller als die anderen Lehrer sondern auch schneller als ich selbst erhofft hatte. Es geht gut voran.
Leider ist es heiss hier. Wir haben um die 35 grad und von elf bis fuenf ist es eigentlich zu heiss zum lernen. Auch gibt es jetzt weniger wind als vorher. Die armen schueler muessen auch noch schuluniformen anhaben, die jungs einen schlips. Wirklich clever alle details vom englischen schulsystem zu uebernehmen.
Naechste woche gibt es mid term pruefungen. Die muessen wir uns diese woche noch ausdenken. Drei stunden, ich weiss nicht, was ich da alles fragen soll, denn so viel stoff haben wir eigentlich gar nicht geschafft.
Wir hatten von Samstag bis Mittwoch zwei gaeste aus tschechien, die beiden ingenieure, die damals hier das solarsystem instaliert haben. Ich hab viel gelernt in der kurzen zeit und habe jetzt einen viel praktischeren bezug zum instalierten system. Schade, dass sich das offensichtlich nicht so einfach an alle bewohner vermitteln laesst. Es scheint, als muss man einiges grundwissen mitbringen, um einigermassen zu durchschauen, wie man es sinnvoll benutzt, und was moeglich und was nicht moeglich ist.
Interessanter weise sind einige solarpanels schon kaput, aber es gibt garantie darauf. Dennoch, wenn man den transportweg betrachtet, ist das schon unbequem. Andere bauteile, die kaput gegangen sind, haben keine garantie mehr, weil fantasievolle eigene reparaturversuche, die normalerweise nicht viel helfen, natuerlich die garantie beenden.
Ein wichtiges problem ist auch oder vor allem der wasserkonsum. Abwasserprobleme, neue krankheitsbiotope und vor allem ungebaendigter verbrauch verschlimmbessern die situation vor ort. Seit wasser aus dem hahn kommt, verbraucht man hier unmengen. Man sieht immerzu leute mit grossen, gelben kanistern wasser schleppen. Und im grossen getuemmel nach der verkoestigung der schueler drei mal am tag wird schon mal der eine oder andere teller unter fliessendem wasser abgewaschen.
Die solarenergie reicht nicht aus, das ganze wasser zu foerdern, also wird der dieselgenerator angeschmissen, zur unterstuetzung. Der kraftstoffverbrauch ist hoeher als vor der installation der solarzellen. Dabei sind die in absprache mit der bevoelkerung so ausgelegt worden, dass sie den generator ueberfluessig machen sollten. Zur zeit werden statt dessen etwa 4 euro am tag zum wasserpumpen ausgegeben, geld, dass die schule gar nicht hat. Und stromrechnungen zahlt hier keiner, das ist eine konsensentscheidung der Lehrer. Aber das letzte gebaeude, das gebaut wurde, hat sogar ein europaeisches bad. Schoen, der fortschritt, aber sobald dort jemand einzieht, wird der verbrauch allein dort fast halb so gross sein, wie in ganz masuku. Dieses level an wohlstand ueberfordert die infrastruktur total und ist fuer jemanden, der wirklich selbst bezahlt sauteuer fuer hiesige verhaeltnisse.
Es gibt eine schule, die vor einiger zeit ans stromnetz angeschlossen wurde und inzwischen an den verbrauchskosten pleite gegangen ist. Das bewusstsein, dass solcher verbrauch auch kosten verursacht fehlt hier. Es gibt leute, die haben ein kleines system fuer beleuchtung in einem haushalt. Sie haben sich einen fernseher angeschafft, schauen mittags fern (statt den unterricht vorzubereiten) und klagen dass sie abends keinen strom mehr fuer lampen haben. Sie sehen die einzige loesung darin, dass mehr europaer kommen und mehr solarzellen instalieren.
Man kan einfach nur ein system instalieren, dass funktionieren kann, es genau erklaeren und ihnen ueberlassen, ob sie den empfehlungen folgen oder nicht. Aber auch wenn es den lebensstandart hebt, zufrieden werden sie davon nicht. Wie beim fischer und seiner frau.
Genug
Lasst es euch gut gehen
Besondere gruesse an die ziegen und an die esel
Freitag, 5. Oktober 2007
unterrichtseinblicke
Ich will mal ein bisschen ueber das unterrichten schreiben.
Die tafel ist broeckelig und man kann nicht so gut lessen, was dort angeschrieben wird. Ausserdem gibt es ja fast nie buecher. Vielleicht ist das der grund, dass die meisten schueler am besten begreifen, wenn man was handfestes, experimentelles macht. Gedankenexperimente sind nicht ihre staerke.
In physik behandeln wir gerade wellen und mir fiel zum glueck die laola welle aus dem fussballstadion ein. Zwar sind die klassen nicht ganz gross genug, um ein stadion zu fuellen, aber wir haben doch einige zeit draussen auf der wiese/steinigen ebene verbracht und arme gehoben und geschwenkt.
Der unterschied zwischen transversal und longitudinal, amplitude, wellenlaenge und geschwindigkeit liessen sich so prima verdeutlichen.
Manchmal fallen stunden aus, sei es, das ich nach choma muss, um mein visum zu verlaengern, sei es, dass in Lehrer beauftragt wurde, einen neuen stundenplan zu erstellen (den fuenften in den letzten vier wochen) und also keine zeit hat. Ich hole diese stunden nach, wenn moeglich. Bisher bot sich dafuer immer Donnerstag abend von 19 bis 20uhr20 an. Die schueler sind immer total begeistert davon, dass sie extra unterricht haben. In Deutschland ist das eher schwer vorstellbar.
Allgemein ist das niveau nicht so hoch. Das mag auch daran liegen, dass die unterrichtssprache ja englisch ist. Englisch lernt man hier allerdings ab der dritten klasse, und in manchen grundschulen wird mehr als vorgesehen in der lokalen sprache geredet.
So sind laengst nicht alle schueler sattelfest in englisch.
Aber viele schueler sind sehr aktiv, sie kommen gerne an die tafel. Manche muss ich hierin bremsen, aber allgemein gibt es auch einen gerechtigkeitssinn darin. In der zweiten haelfte der stunde hoert man oft den ruf a girl – jetzt darf mal ein maedchen. Die maedchen sind oft etwas zurueckhaltender, zumindest in physik und mathe.
So mehr faellt mir grad nicht ein.
Bis spaeter
c
rad und fuss geschichten
Hallo ihr lieben,
Heute ist internationaler tag des lehrers, wusstet ihr das? Na ich hab jedenfalls frei bekommen, wie alle anderen Lehrer auch. Eigentlich gibt es auch eine festveranstaltung die meisten Lehrer aus masuku bleiben aber lieber im bett, um bis sieben uhr auszuschlafen oder besuchen verwandte. Hanka und ich waren mal auf der veranstaltung, aber der anfang war zu langweilig, so dass wir uns ins internet verkruemelt haben. Ausserdem ist es heute zu heiss, um draussen zu sein.
Die letzten tage waren teilweise wolkig. Darum helfen unsere solarzellen zur zeit nicht viel. Strom wird knapp. Wir waren die letzten beiden abende im dunkeln und sogar die abendliche beleuchtung der klassenraume zur lernzeit wurde rationiert. Das letzte mittel.
Letzten Sonntag waren wir mit jerry zu einer gemeinde der neuapostoliker aufgebrochen. Zum gottesdienst. Wir hatten einen schoenen spaziergang von etwas ueber zwei stunden. Es ist schon erstaunlich, dass da so viele leute hinkamen, be idem weiten weg. Am nachmittag gab es gemeinsame fussballspiele. Auch fuer was zu
Ich hab an besagtem fussballspiel auch teilgenommen, mit hinreissendem erfolg.natuerlich war ich keine bereicherung fuer mein team, mit all meiner erfahrung aus meinem leben als fussballer-hust hust. Aber ich hatte auch nur sandalen. Da fast alle anderen barfuss spielten, beschloss ich, das auch zu versuchen. Leider war der bloede sand so heiss, dass ich nach zehn minuten abbrechen musste, weil ich fette brandblasen hatte, die durch die reibung beim laufen auch sofort aufgingen. Von meiner linken ferse hat sich die haut komplett geloesst und die naechsten beiden tage musste ich humpeln.
Zum glueck hat jerry fuer den weiten rueckweg ein fahrrad mitsamt fahrer organisiert. Das war eine wonne, sag ich euch. Und da mein fahrer sonst maissaecke transportiert und die ja fast so viel wiegen wie ich, ist der richtig abgeduest, mit mir auf dem gepaecktraeger. Hanno, der uebers wochenende zu besuch war, und auch ein rad fuer den rueckweg bekam, hatte manchmal ein bischen muehe mitzuhalten. Kann aber auch an seiner kette gelegen haben, die immer mal wieder absprang…
Mein fuss ist wieder ok und auch sonst geht es mir gut. Das war das zweite mal, dass ich ueber meine reiseapotheke froh war.
Ich freue
Lg
c
Freitag, 28. September 2007
Manchmal stellen sich meine schueler ja schon etwas an. Besonders eine klasse hat oft keine lust. Und die luecken sind schon gross. Der satz des phythagoras? Eine quadratwurzel? In der elften klasse sind das manchmal raetsel.
Aber ich habe doch das gefuehl, es wird mit der zeit. Gestern abend gab es eine stunde, um eine ausgefallene stunde vom letzten Freitag nachzuholen. Da haben wir das volumen eines klassenkameraden berechnet. Naeherungsweise, in dem wir die koerperform an bekannte formeln wie kugeln, zylinder oder quader angenaehert haben. Leider gab es nur einen taschenrechner, weshalb es immer wieder wartezeiten fuer viele leute gibt. Aber es war doch ein riesen spass.
Mir gehts wieder gut und ich denke oft an berlin und ihlow (es ist ja das dorf in europa, dass ich am besten kenne und das thema dorf draengt sich hier nun mal auf).
Heute konnten wir unsere visa verlaengern. Das ging so unerwartet schnell, da bleibt nix hinzuzufuegen. Ob wir ein paar tage laenger bleiben koennen als unsere 90, warden wir wohl erst in einem monat erfahren. Wenn uns das gelaenge, koennten wir bis zum abschluss des terms bleiben und sogar am ende noch gemuetlich durchs land ziehen. Falls nicht, muessten wir ein bisschen eilig abreisen. Mal sehen, was geschieht.
ausserdem kommt hanno, ein anderer sambia-glenteilnehmer zu besuch und bleibt uebers wochenende.
lasst es euch gut gehen
Sonntag, 23. September 2007
livingstone
seit letzten donnerstag bin ich krank, erst weniger, dann mehr, dann mit antibiotika, und endlich geht es mir seit gestern abend wieder deutlich besser.
livingstone ist gut zum erholen, hier gibt es supermaerkte mit allem was man braucht, incl medizin, es gibt im hostel duschen, die schick und sauber sind und funktionieren und flaetzecke mit kissen gibts auch, so dass ich gestern eigentlich nur rumlag. ist natuerlich ein kleines bisschen langweilig, aber gesund.
indessen wurden zu meine grossen ueberraschung ausgerechnet hier gestern nacht gegen zwei uhr zwei bekannte nach dem discobesuch opfer eines mugg, also ausgeraubt. ist nicht viel verloren gegangen und war auch sonst nicht sehr schlimm. die typen sprachen von schiessen, was aber alle fuehr extrem unwahrscheinlich halten. dennoch, wer moechte das schon ausprobieren?
ich hab heute trozt der anstrengung die victoriafaelle angesehen. da gerade trockenzeit ist, sind sie auf ein zwanzigstel ihrer maximalgroesse geschrumpft (sagt meine reisefuehrer). dafuer war es allerdings ganz schoen viel wasser, was da vor sich hin brodelte.
so, jetzt ist es zeit, was zu essen.
bis denn
Samstag, 15. September 2007
statusbericht, sachlich
Statusbericht.
Ein paar eindruecke konnte ich nun schon sammeln. Die sind allerdings noch unvollstaendig und muessen noch vertieft warden.
Die stromversorgung basiert vor allem auf den solarpanells, ergaenzend wird ein benzinbetriebener generator benutzt. Der dient vor allem zum wasserpumpen. Ich habe allerdings den eindruck, dass manchmal auch die akkus per generator aufgeladen werden.
Dass der stromvorrat limitiert ist, scheint den meisten hier nicht so gegenwaertig zu sein. Man findet eher sorglosen umgang mit elektrischer energie, bis die akkus alle sind. Dann ist es eben dunkel und man muss sie nachladen. Unter umstaenden auch mit dem generator.
Das wasser wird aus einem bohrloch in einen etwa 5 bis 8 meter hohen verteilertank gepumpt. Im naeheren umkreis sind einige wasserhaehne als entnahmestellen angeschlossen. Der umgang mit wasser ist fuer unsere verhaeltnisse sehr sparsam und bewusst.
Waerme wird fast nur zum kochen, daneben auch fuer ein heisses bad gebraucht. Ein heisses bad bedeutet man kocht etwa drei oder vier liter wasser, mischt sie in einer 20 liter fassenden wasserschuessel mit kaltem wasser, traegt alles in ein abseits gelegenes hauschen, innen ganz leer, waende und boden aus beton, etwa 80 mal 80 cm grundflaeche, in einer ecke ein horizontaler abfluss, davor eine tuer. Die umgebungsluft ist auch abends warm genug, um nicht zu frieren, nachdem man sich ausgezogen hat oder bevor man sich abtrocknet. Mir macht diese art des badens spass, allerdings ist ein waschlappen essentiell. Eine unannehmlichkeit ist, dass die dunkelheit und evtl verbleibende pfuetzen am boden fuer die moskitos einen angenehmen lebensraum darstellen.
Die waerme selbst wird ausschliesslich durch holz und holzkohle bereitgestellt. In der naeheren und weiteren umgebung scheint es jedoch genuegend holz zu geben. Sogar trotz gelegendlichen braenden in der landschaft und der angewohnheit, von den wegen aufgefegte pflanzenreste ungenutzt zu verbrennen, habe ich bisher erst in groesserer entfernung zu masuku groessere flaechen ohne baeume gesehen. Allerdings kenne ich
Abfall faellt relative wenig an, weil verpackungen ebenso selten sind, wie die produkte, die der verpackung beduerfen. Die versorgung mit guetern aller art ist von choma, der naechsten stadt (76km von hier) abhaengig. Die anfallenden abfaelle warden in 1,5 meter tiefen gruben gesammelt und gelegentlich angezuendet. Plastiktueten warden auch gerne als leicht entzuendliches material beim entzuenden der holzkohle verwendet. Ein teil der abfaelle, liegt und fliegt auch einfach in der gegend herum, besonders papier und plastiktueten.
Mathe verfuegt ueber etwa 25 buecher je altersstufe. Sie werden bisher fast nicht genutzt. In bio und physik gibt es etwa 5 buecher, die auch noch den stoff mehrerer jahre abdecken. Hanka und ich versuchen, sie kleinen schuelergruppen fuer kurze zeit zur vorbereitung von kurzreferaten zugaenglich zu machen.
Es gibt an der schule eine parents/teachers/association. Sie scheint nach dem allerersten eindruck nicht sehr aktiv oder sogar inaktiv zu sein. Ihre aufgaben beschraenken sich auch auf kontrolle und ueberwachung eventueller projekte.
Mir selbst kommt es dennoch irgendwie barbarisch vor, eine ansicht, die die betroffenen schueler nicht teilen. Aber immerhin ist es ja ein versaeumnis der eltern, dass den schuelern dort angelastet wird.
Waehrend der ferien gab es in der schule eine art kongresstreffen der united
Das geld wurde sofort in 19 matrazen investiert, die auch schon gestern geliefert wurden.
Ausserdem ist ein neuer Lehrer angekommen und wird in kuerze seinen dienst aufnehmen.
Donnerstag, 6. September 2007
masuku, erster eindruck
Jetzt bin ich also in masuku angekommen. Es ist ein schoenes dorf, auch wenn es heruntergekommene gebaueude gibt.
In dieser ersten schulwoche warden die stundenplaene gebastelt und das lehrdeputat wird aufgeteilt. Ich selbst habe zwei klassen mathe, eine zehnte und eine elfte, mit jeweils sieben wochenstunden. Dazu habe ich zwei elfte klassen in physik mit jeweils drei wochenstunden. Also insgesamt sind es 20 ws. Hanka hat 22, naemlich eien achte in mathe und drei elfte in bio.
Es gibt insgesamt zwei zwoelfte, drei elfte, und je eine zehnte, neunte und achte. Wieviele schueler darin verborgen sind, kann ich noch nicht sagen. Meist etwa 45.
Noch sind nicht alle schueler da, aber es werden taeglich mehr. Sobald sie die 398000 kwacha, umgerechnet knapp 100 usdollar zusammenhaben, koennen sie kommen.
Wir haben ein kleines haus bezogen, dass kaum zwei minuten von der schule entfernt ist. Ein koch sorgt fuer unser wohlergehen und verwoehnt uns mit huehnchen, nschima, reis oder eiern. Obst kam in den ersten zwei tagen etwas zu kurz. Duschen auch… es gibt einen zentralen raum von etwa drei mal fuenf metern groesse. Dort essen wir und der tisch, die drei stuehle und die beiden autobatterien befinden sich auch da. Von hier aus gehen vier raume ab, etwa 2,5 mal drei meter gross, einer fuer jeden von uns, ausgestattet mit je einem bett. Der vierte ist eine kueche, was man daran erkennt, dass es dort einen tisch gibt und kein bett.
Ausser keksen, gemuese und softdrinks muss man tatsaechlich alles in choma kaufen, seife, kopfkissen, toepfe, klopapier und so weiter.
Gerade hat mich manu angerufen. Hurra. Wie schoen. Es ist dunkel und ab jetzt muss man sich wieder vor den muecken in acht nehmen.
Ich habe erst einen sehr oberflaechlichen einblick in die maengel und beduerfnisse hier vor ort, abgesehen von lehrkapazitaet. In der wolkigen regenzeit scheint der strom knapp zu sein, doch ist die versorgung besser als ich dachte. Es gibt elektrisches licht, auch in allen wohngebaeuden der Lehrer findet sich licht und sogar steckdosen sind da. Ausserdem sind etwa drei computer gewoehnlich in betrieb und im lehrerzimmer steht eien musikanlage und auch ein fernseher, der allerdings manchmal verschwindet, wohin auch immer. Sport und nachrichten, aber auch musikvideos hab ich schon gesehen. Ist das nun fortschritt? Was mich auch ueberrascht ist, dass licht und selbst musik oft einfach angelassen warden, oder der fernseher auch mal mit testbild laeuft. Das passt nicht so recht zu stromknappheit. Aber solarstrom verursacht ja keine sichtbaren laufenden kosten… viel strom geht auch fuer die grundwasserpumpe drauf, die einen hochgelegenen wasserspeicher versorgt und im umkreis von einigen zig metern wasserhaehne an wegkreuzungen versorgt.
Ueberraschenderweise gibt es hier neuerdings weitere computer, etwa 10 stueck, die allerdings nicht versorgt werde koennen und deshalb erstmal rumstehen. Die schueler benutzen bisher keine buecher, und ob sich eine bibliothek einrichten laesst, haengt wohl vor allem an der platzfrage. Ein paar weitere gebaeude sollen errichtet werden, aber genaues muss ich erst in erfahrung bringen. Ein neues schuleigenes fahrzeug soll angeschafft werden, grosser als das alte, wie man hoert. Ausserdem kam mir zu ohren, dass matratzen fuer die schueler knapp sind, sogar, dass sie sich manchmal zu dritt eine teilen muessen. Auch tische und sitze fuer die gebaeude, die im letzten jahr errichtet wurden, sind teilweise noch anzuschaffen.
So, jetzt muss ich den rechner frei machen, morgen schiebe ich den text von meinem usbstick ins internetcafe in choma. Um sechs fahren wir los.
Lasst es euch allen gut gehen
christian
Sonntag, 2. September 2007
Mittwoch, 29. August 2007
suadafrika-zambia
abfahrt aus suedafrika
taxi zur durban station, bus nach joburg (der war fast puenktlich, obwohl recht viel stau war, also mit ernsthafen verspaetungen wuerde ich nicht rechnen), dann ein taxi. das war leider sauteuer, 25euro. und gruselig. als ich drinnen sass, merkte ich, es war gar kein echtes taxi, es hatte nur ein abnehmbares schild und kein taxameter. obwohl es das erste auto unter dem schlid metered taxi war. dann fing der typ noch an mit vorher zahlenn und mit ich kann nicht ganz bis zum flughafen fahren, sondern muss dich in der tiefgarage rauslassen!!!
ich protestierte ein bisschen und er sagte, er habe keine lizenz und es waere wegen der polizei, die duerfen nicht sehen, dass er geld bekommt.
wir einigten uns darauf, dass ich ihm das geld unauffaellig ins handschuhfach legte. und zum glueck kamen wir an vielen schildern mit der aufschrift airport vorbei. auch die tiefgarage gehoerte offensichtlich zum flughafen und war beleuchtet und belebt. ausserdem kannte ich sie von unserer ankunft. der abholer hatte damals auch dort geparkt. also ward alles gut. ich war schon sehr erleichtert.
ausserdem musste ich am flughafen ein bisschen warten, die zeit war weniger knapp, als gedacht.
in lusaka kam ich mit dem letzten flug an, der airport war schon so gut wie geschlossen und lag 25 km von der stadt weg. zum abholen hatte es keiner geschafft. also wieder taxi. diesmal ein taxifahrer mit nummer und uniform, aber wieder ohne taxameter. und sogar 30 euro, aber der echte preis fuer kenner liegt bei 20 wie ich hoere, also ganz ok.
und wohin sollte ich fahren? ohne reisefuehrer... ich kannte nur das liaison office der gossner mission und wusste nichts ausser dem stadtteil. zum glueck kannte der fahrer den ort und so kam ich, teilweise ueber gruselige unbeleuchtete sandwege an.
unangemeldet wie ich war, gab es gar keinen schlafplatz fuer mich, na dann aber doch. ich konnte mich ja auch als fast schon insider der gossner vorstellen.
nun werde ich ein paar tage hier sein, am 31 hole ich hanka ab und dann gehts los nach choma.
Montag, 27. August 2007
quiz
a) christiankreuz und islamischer halbmond
b) krodil und adler
c) maschinengewehr und hacke
mein letzter tag als tourist
wir waren in einem aquariumzoo, mit haien und delphinarium und alles so interessant.
in durban hat man schon ein bisschen angst, weil alle sagen, es sei nicht so sicher. huh!
und morgen muss ich acht stunden bus fahren, um nach joburg zu kommen, dann vom busbahnhof zum flughafen, 25km, wenn ich pech habe, mit einem sauteuren taxi, und dann in den flieger nach lusaka.
na, und dann geht mein asa/glen aufenthalt los.
bis bald
christian
Samstag, 25. August 2007
und noch ein paar worte zu mosambik
die ersten drei haben wir schon bei der einreise im niemandsland genau zwischen swaziland und mosambik getroffen, unverabredet, unvermutet. sie muessen einmal im monat kurz das land verlassen, das hat mit den einreisebestimmungen zu tun. so ein treffen zu koordinieren waere so gut wie unmoeglich gewesen, ein riesenzufall.
maputo haben wir bei einem spaziergang am sonntag zum ersten mal richtig aufnehmen koennen. da war es recht verschlafen, sonnenheiss, gemuetlich. alles ist ein bisschen schmuddelig. es gibt eine kleine, alte portugiesenfestung. in deren innenhof liegt kein muell auf dem rasen. alte kanonen stehen im kreis, darinnen wohnen eidechsen.
das lebensgefuehl ist hier ein bisschen brasilianischer. alle schauen telenovelas, die in rio spielen, die muik ist brasilianisch inspiriert und portugiesisch spricht man sowieso. die leute sind freundlich und sehr gespraechig. ich usste mich mit meinem portunol so durchwursteln, das noetigste ging auch in englisch. aber wer fliessend portugiesisch spricht, findet hier im handumdrehen anschluss.
im innern der stadt gibt es den ehemaligen botanischen garten: umgeben von einem park steht ein ueberdachtes geruest, gross, wie ein stattliches tropenhaus. die waende bestehen aus schmalen brettern, dazwischen sind schlitze fuer die belueftung oder so. in dach und waenden klaffen grosse loecher, das innere ist verlassen. die wege sind noch huebsch angelegt, innen waechst eine vielfalt an interessanten pflanzen. doch das wasser, einst woh raffiniert zu brunnen und baechen arrangiert, quillt aus einer ecke des areales heraus und bildet im park pfuetzen und matsch. dazwischen spazieren paerchen und spielen kinder. wenn eine hochkultur untergeht, so koennte das aussehen.
an jeder wichtigeren ecke stehen unter einem bunten schirm leute, die auf einem tisch ein telefon vor sich haben. eine telefonzelle mit personal. ausserdem gibt es haendler, die obst und gemuese, zu kleinen pyramiden gestapelt verkaufen. und wehe, man moechte nur zwei orangen.
das geht nicht.
ein paar mal musste ich an ostberlin denken, wie es vor der wende war. einmal beim geschmack der broetchen, die wir in der baeckerei nahe der nationalgalerie bekamen. einmal in einem supermarkt. der hatte im inneren eine angeberische wendeltreppe in den zweiten stock. dort gab es ein paar kleine textilwarenlaeden mit kargen schaufenstern; alle waren geschlossen.
wir hatten nicht genug zeit, an die traumstraende weiterzufahren, aber mosambik wird mir in schoener erinnerung bleiben.
das naechst mal melde ich mich aus sambia und schreibe vielleicht schon nicht mehr aus der perspektive des touristen.
wale?
der tag war anstrengend, die walbeobachtungstour liegt hinter uns. wir hatten ziemlich wildes wetter und da es hier keinen hafen gibt, startet das boot direkt am strand. man wuchtet durch die brandung und wird nicht nur nass, sondern auch ganz gut durchgeschuettelt.
normalerweise ist es hinter der brandung ruhiger, aber bei unserem wetter war das meer erstaunlich huegelig. gut dass ich nicht so viel gefruehstueckt hatte:-) so musste ich nur ganz kurz ueber die reeling gucken... drei unserer acht mitfahrer hatten da laengeren aufenthalt. ich habe mich mit der zeit einigermassen an das geschaukele gewoehnt, so dass ich das meer bestaunen konnte. und natuerlich die buckelwale.
die hatten nicht viel lust und waren immer nur fuer eine weile zu sehen. aber denoch, ein bisschen konnten wir sie bestaunen. einer zeigte seine fluke, eine mutter war mit ihrem kind unterwegs. das war erst ein paar wochen alt und erst so gross wie ein pkw. ein anderer war nur 15 meter vor uns.
irgendwie hatte ich gehofft, die wale waeren mehr oder laenger zu sehen, oder wuerden andauernd auftauchen oder aus dem wasser springen. was man sich so zusammentraeumt. aber andererseits habe ich jetzt schon einen ganz anderen eindruck vom meer, kaum zwei kilometer vor der kueste kreucht und fleucht es unter der oberflaeche.
das meer kann angst machen, traurig, nachdenklich und froh. ohne dass es sich dabei anstrengen muesste, es ist einfach so.
Freitag, 24. August 2007
neues aus afrika
endlich bin ich mal in der lage, mich lange genug im netz aufzuhalten, damit ihr was davon habt.
wir sind in st lucia, einem kleinen staedchen am indischen ozean, zwischen durban und mosambik.
das wetter ist wie in einem kalten sommer in kuehlungsborn. wir hatten heute den ersten regen, seit wir in afrika sind. nach einem langen strandspaziergang gab es heissen schokopudding zum aufwaermen. der wichtigste unterschied waren die fuenf nilpferde, die sich im wasser, 20 meter vor dem strand tummelten und wegen des wetters kaum auftauchen wollten.
ja, die tierwelt ist hier ueberhaupt beeindruckend. wir haben, ganz die touris, eine waltour gebucht, und wenn wir glueck haben, sehen wir buckelwale aus der naehe.
gegen anfang der reis haben wir einige tage im krueger nationalpark verbracht. erst dachten wir an eine gefuehrte tour, aber die waren so teuer und an dem tag, der uns am besten gepasst haette, ging auch keine los, also haben wir uns was anderes ueberlegt. wir haben ein auto gemietet:-) es ist zwar linksverkehr, aber ich bin ganz gut damit zurecht gekommen.
dann gings also auf in den kruger, wie man den namen hier schreibt. wir hatten nicht reserviert, aber das glueck war uns doch noch hold und nach twas nervenkitzel haben wir das vorletzte zelt gekauft und durften als camper bleiben. das zelt ist leider im kinderformat und sogar ich muss diagonal liegen, weil es so kurz ist:-)
im kruger gibt es eingezaunte camps, in denen man uebernachtet und isst und so weiter. im park selber darf man fast nur im auto umherfahren, aussteigen ist nur an wenigen raststaetten erlaubt. aber dafur laufen ja auch lauter tiere herum, denen man liber nur im auto begegnet.
unser erster zeltstandort war nahe am aussenzaun des camps. weil viele camper ausgiebig grillten - eine typische suedafrikanische taetigkeit - schlichen des abends aussen am zaun einige grusel grosse hyaenen herum. nachts machten die auch noch krach, dass man dachte, sie blasen zur attacke. war aber nur einbildung:-) in wirklichkeit sind sie einfach nicht drauf gekommen, ueber den zaun zu huepfen. zum glueck.
im park gab es dann tatsaechlich haufenweise afrikanische wildnis und mengen an tieren zu sehen. da trockenzeit ist, findet man an den wasserstellen am meisten. antilopen, warzenschweine, zebras, gnus, nilpferde, elefanten, krokodile, nashoerner, giraffen und loewen haben wir zu gesicht bekommen.
meine zeit ist um, bis bald
Donnerstag, 9. August 2007
dubai
hier waren wir also auch. und zwar von mittenacht bis frueh um vier.
alle shopen hier im riesigen duty free shop.
bunte mischung, alle kulturen und nationen verteten, so scheint es.
manu sagt: eine messe fuer menschen.
wir tun es den indern gleich und machen uns auf dem boden lang.
bei emirates gabs im flugzeug uebrigens videospiele und huenchen und eis und die cabin cew sprach ungefaehr zehn sprachen.
um mitternacht sind hier uebrigens grade 35 grad celsius, zum glueck nur draussen.
bis denn