Freitag, 5. Oktober 2007

unterrichtseinblicke

Ich will mal ein bisschen ueber das unterrichten schreiben.

Die tafel ist broeckelig und man kann nicht so gut lessen, was dort angeschrieben wird. Ausserdem gibt es ja fast nie buecher. Vielleicht ist das der grund, dass die meisten schueler am besten begreifen, wenn man was handfestes, experimentelles macht. Gedankenexperimente sind nicht ihre staerke.

In physik behandeln wir gerade wellen und mir fiel zum glueck die laola welle aus dem fussballstadion ein. Zwar sind die klassen nicht ganz gross genug, um ein stadion zu fuellen, aber wir haben doch einige zeit draussen auf der wiese/steinigen ebene verbracht und arme gehoben und geschwenkt.

Der unterschied zwischen transversal und longitudinal, amplitude, wellenlaenge und geschwindigkeit liessen sich so prima verdeutlichen.

Manchmal fallen stunden aus, sei es, das ich nach choma muss, um mein visum zu verlaengern, sei es, dass in Lehrer beauftragt wurde, einen neuen stundenplan zu erstellen (den fuenften in den letzten vier wochen) und also keine zeit hat. Ich hole diese stunden nach, wenn moeglich. Bisher bot sich dafuer immer Donnerstag abend von 19 bis 20uhr20 an. Die schueler sind immer total begeistert davon, dass sie extra unterricht haben. In Deutschland ist das eher schwer vorstellbar.

Allgemein ist das niveau nicht so hoch. Das mag auch daran liegen, dass die unterrichtssprache ja englisch ist. Englisch lernt man hier allerdings ab der dritten klasse, und in manchen grundschulen wird mehr als vorgesehen in der lokalen sprache geredet.

So sind laengst nicht alle schueler sattelfest in englisch.

Aber viele schueler sind sehr aktiv, sie kommen gerne an die tafel. Manche muss ich hierin bremsen, aber allgemein gibt es auch einen gerechtigkeitssinn darin. In der zweiten haelfte der stunde hoert man oft den ruf a girl – jetzt darf mal ein maedchen. Die maedchen sind oft etwas zurueckhaltender, zumindest in physik und mathe.

So mehr faellt mir grad nicht ein.

Bis spaeter

c

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