ja, in mossambik waren wir vor ein paar tagen. wir sind nur nach maputo gefahren, in die hauptstadt. dort haben wir drei tage verbracht. ein paar andere glen/asa leute haben wir besucht. martin, basia und lenka sind schon fast einen monat da, thesa und doris kamen gerade eingetrudelt.
die ersten drei haben wir schon bei der einreise im niemandsland genau zwischen swaziland und mosambik getroffen, unverabredet, unvermutet. sie muessen einmal im monat kurz das land verlassen, das hat mit den einreisebestimmungen zu tun. so ein treffen zu koordinieren waere so gut wie unmoeglich gewesen, ein riesenzufall.
maputo haben wir bei einem spaziergang am sonntag zum ersten mal richtig aufnehmen koennen. da war es recht verschlafen, sonnenheiss, gemuetlich. alles ist ein bisschen schmuddelig. es gibt eine kleine, alte portugiesenfestung. in deren innenhof liegt kein muell auf dem rasen. alte kanonen stehen im kreis, darinnen wohnen eidechsen.
das lebensgefuehl ist hier ein bisschen brasilianischer. alle schauen telenovelas, die in rio spielen, die muik ist brasilianisch inspiriert und portugiesisch spricht man sowieso. die leute sind freundlich und sehr gespraechig. ich usste mich mit meinem portunol so durchwursteln, das noetigste ging auch in englisch. aber wer fliessend portugiesisch spricht, findet hier im handumdrehen anschluss.
im innern der stadt gibt es den ehemaligen botanischen garten: umgeben von einem park steht ein ueberdachtes geruest, gross, wie ein stattliches tropenhaus. die waende bestehen aus schmalen brettern, dazwischen sind schlitze fuer die belueftung oder so. in dach und waenden klaffen grosse loecher, das innere ist verlassen. die wege sind noch huebsch angelegt, innen waechst eine vielfalt an interessanten pflanzen. doch das wasser, einst woh raffiniert zu brunnen und baechen arrangiert, quillt aus einer ecke des areales heraus und bildet im park pfuetzen und matsch. dazwischen spazieren paerchen und spielen kinder. wenn eine hochkultur untergeht, so koennte das aussehen.
an jeder wichtigeren ecke stehen unter einem bunten schirm leute, die auf einem tisch ein telefon vor sich haben. eine telefonzelle mit personal. ausserdem gibt es haendler, die obst und gemuese, zu kleinen pyramiden gestapelt verkaufen. und wehe, man moechte nur zwei orangen.
das geht nicht.
ein paar mal musste ich an ostberlin denken, wie es vor der wende war. einmal beim geschmack der broetchen, die wir in der baeckerei nahe der nationalgalerie bekamen. einmal in einem supermarkt. der hatte im inneren eine angeberische wendeltreppe in den zweiten stock. dort gab es ein paar kleine textilwarenlaeden mit kargen schaufenstern; alle waren geschlossen.
wir hatten nicht genug zeit, an die traumstraende weiterzufahren, aber mosambik wird mir in schoener erinnerung bleiben.
das naechst mal melde ich mich aus sambia und schreibe vielleicht schon nicht mehr aus der perspektive des touristen.
Samstag, 25. August 2007
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